"Sinsheim ist um eine Attraktion reicher"

Das Schmidt's im alten Bahnhof wurde am Mittwoch, 27. Juli 2011, feierlich eröffnet

Anfang April begannen die Bauarbeiten am Bahnhof Sinsheim, viel war davon von außen jedoch nicht zu sehen. Erst im Juni und Juli begann sich das Äußere des Gebäudes zu verändern, aber das in rasantem Tempo. Auch im Umfeld vollzog sich ein Wandel, die Straße zum Bahnhof wurde neu asphaltiert und die Gehwege gepflastert.

Rund vier Monate, nachdem die Handwerker zum ersten Mal Hand an das Gebäude legten, eröffnete das Herzstück des neuen Sinsheimer Bahnhofs, der Gastronomiebetrieb. Ein sichtlich gut gelaunter Wolfgang Scheidtweiler, Bauherr und Chef der Eppinger Palmbräu, begrüßte zusammen mit seiner Frau und Mitgeschäftsführer Lionel Berger an diesem Mittwochabend zahlreiche Ehrengäste zur Einweihung des Schmidt's. Vielleicht ein paar Tage verspätet, wie Scheidtweiler anmerkte, aber in einem umso schöneren alten Bahnhof.

Die Sinsheimer Stadtspitze war der Einladung gerne gefolgt, Oberbürgermeister Rolf Geinert und Bürgermeister Achim Keßler, ebenso die beiden Sinsheimer Landtagsabgeordneten Elke Brunnemer (CDU) und Thomas Funk (SPD). Auch der Oberbürgermeister von Eppingen, Klaus Holaschke, hatte es sich nicht nehmen lassen zu kommen, wenn Palmbräu in Sinsheim Flagge zeigt. Scheidtweiler hob Holaschkes großen Anteil an der Rettung der Brauerei hervor, "dass es Palmbräu in dieser Form gibt." Ein weiterer Mitstreiter um den Erhalt der Palmbräu und der daran hängenden Arbeitsplätze wurde besonders begrüßt, der frühere Insolvenzverwalter der Brauerei, Karl-Heinz Branz.

Scheidweiler bedankte sich bei allen, die bei der Realisierung des Bahnhofs mitgeholfen haben, ganz besonders bei Claus-Heinrich Mohr, Geschäftsführer des Projektentwicklers Dombrowski Massivhaus, und bei Erich Mick und Edgar Lutz, die im Hintergrund mitgewirkt haben. Sein Dank galt auch allen, die von städtischer Seite geholfen haben, dass dieses Objekt so wurde. "Auch wenn es da zwischendurch etwas Sand im Getriebe gab," wie der Palmbräu-Chef kritisch bemerkte. Aber Sand müsse auf den Schienen sein, damit die Bahn auch bremsen kann. "Sonst wären wir vielleich über den Bahnhof hinaus geschossen", schmunzelte Scheidtweiler. "Unterm Strich: heute ist alles wunderbar und wir sind alle glücklich, dass wir da sind", meinte der Unternehmer versöhnlich.