02.10.2013

Dielheim, Neue Ortsmitte:
Kooperationsvertrag Wärmegewinnung

Wärmeversorgung der „Neuen Ortsmitte“ ein Plus für die Umwelt - Kooperation von Gemeinde, Dombrowski Massivhaus & Stadtwerke Heidelberg

Im Gewölbekeller des Rathaus Nebengebäudes unterzeichneten nun die Bauherren,
Claus-Heinrich Mohr für Dombrowski Massivhaus Bürgermeister Weis und für die Gemeinde
sowie Alfred Kappenstein und Norbert Hirt für die Stadtwerke Heidelberg Umwelt
einen Contracting-Vertrag.

Funktionsschema einer Motorgetriebenen BHKW-Anlage
Quelle: Peter Lehmacher - German language Wikipedia

Mitten im Zentrum von Dielheim saniert die Gemeinde das alte Rathaus und baut gemeinsam mit der Firma Dombrowski Massivhaus einen Bürgersaal und neue Räume für das Bauamt. Zudem entsteht durch den Wieslocher Bauträger ein Gebäude mit 10 barrierefreie Wohnungen für Senioren, in dem sich auch eine Außenstelle des Pflegestützpunktes „Sozialstation Letzenberg e.V.“ befindet. Für ein umweltfreundliches Wärmekonzept gingen die Bauherren neue Wege und schlossen mit den Stadtwerken Heidelberg einen Kooperationsvertrag.

„Man kann nicht nur von Energiewende reden, sondern muss etwas dafür tun.“ Gerade die Kommunalpolitik müsse hier Zeichen setzen, sagte Bürgermeister Hans-Dieter Weis, dem es bereits im Vorfeld wichtig war, dass sowohl das neue Gebäude als auch das alte Rathaus gemeinsam mit Wärme versorgt werden. Die bisherige Elektroheizung entsprach nicht mehr der modernen Technik, weshalb bei der Sanierung nach einer geeigneten umweltfreundlichen Alternative gesucht wurde. Zusammen mit den Stadtwerken Heidelberg entstand ein interessantes Konzept, zu dem der Technische Geschäftsführer der Stadtwerke Heidelberg Umwelt, Alfred Kappenstein feststellte: „Unsere Kinder, spätestens jedoch unsere Enkel, werden es uns danken.“

Die 80 Kilowatt (kW) starke Heizleistungsanlage mit einem Erdgas Brennwertkessel, leistet durch Effizienz und hohen Wirkungsgrad bei der Umwandlung von Erdgas in Wärme einen aktiven Beitrag zum Klima- und Umweltschutz. Die elektrische Leistung von 6 kW steuert ein Blockheizkraftwerk bei. Die Anlage erzeugt rund 130.000 kWh Wärme und kann etwa 30.000 kWh ins öffentliche Stromnetz einspeisen, was dem Wärmepreis zugutekommt. Durch die Energiewende sei gerade im Süden alternative Stromerzeugung wichtig. „Wir halten es für clever, dort Strom zu erzeugen wo er gebraucht wird.“, teilte Norbert Hirt (Wärmeservice) mit und nannte eine 30 prozentige Einsparung an Primärenergie, wenn Wärme- und Stromerzeugung gekoppelt ist.

Die energetische Planung und Umsetzung der neuen Gebäude erfüllen mit KfW 70 einen hohen Energiestandard. Wie Dombrowski Geschäftsführer Mohr mitteilte, entspreche dies schon heute den Anforderungen von morgen. „Jeder Verbraucher möchte eine ökologisch orientierte Wärmegewinnung haben, die aber nicht zu kompliziert sein darf.“ Deshalb freute er sich, dass er mit den Stadtwerken Heidelberg einen kompetenten Partner für eine moderne Heizzentrale mit hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung gefunden hat.

Im Gewölbekeller des Rathaus Nebengebäudes unterzeichneten nun die Bauherren, Bürgermeister Weis für die Gemeinde und Claus-Heinrich Mohr für Dombrowski Massivhaus sowie Alfred Kappenstein und Norbert Hirt für die Stadtwerke Heidelberg Umwelt einen Contracting-Vertrag. Dieser umfasst Planung, Finanzierung und Bau sowie den kompletten Betrieb der Anlage mit emissionsarmem Erdgas über die nächsten 15 Jahre. Die Nahwärmeversorgung der „Neuen Ortsmitte“ - ein Plus für die Umwelt.